Bitte nicht übertreiben

In letzter Zeit häufen sich in unserer Tageszeitung Leserbriefe, worin sehr unsachliche, emotionale Kritik an Web und Internet geübt wird.

Ich kann mich bestimmt selbst nicht gerade als uneingeschränkten Fan aller "Errungenschaften" der letzten Jahre bezeichnen, doch gleichzeitig wiederstreben mir solche, oftmals aus Unwissenheit getätigten, emotional eingefärbten Rundumschläge.

Das leidige Thema Privatsphäre

Man macht es sich etwas zu einfach, wenn man Google einfach als "Datenkrake" diffamiert und mit den rücksichtslosen Methoden von Facebook in einem Atemzug nennt.

Ich besitze eine sogenannte "Google Identität", die mich unter anderem dazu berechtigt, ihre Webmaster Tools, die Programmier-Schnittstelle zu GoogleMaps und weitere hilfreiche Softwareangebote gratis zu nutzen.

Der Preis?

Eine Wegwerfadresse vom Freemail-Provider GMX und ein selbst vergebenes Passwort. Also nichts worüber man eine "Identitätskrise" bekommen müsste.

Dazu kommt, dass Google sich überall der öffentlichen Diskussion stellt, und man auf Eingaben und Beschwerden schnelle Antwort erhält.

Facebook wird dagegen von einem arroganten Soziopathen geführt, der seine Nutzer öffentlich verhöhnt.

Da ich es ablehne, einen mehrseitigen Fragebogen auszufüllen, worin ich jemandem wirkliche Details meiner Identität zur freien Verfügung überlasse, benutze ich Facebook und vergleichbare Angebote nicht.

Man kann sich also entscheiden, welchen Teil von Web und Internet man nutzen will.

Daher die Aufforderung: Bitte nicht übertreiben mit der teilweise sehr uninformierten Kritik. Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert und da sollte man die positiven technologischen Errungenschaften auch nutzen.

Mit sturrer Verweigerung aus Ignoranz schneiden sich die Kritiker nur selbst ins Fleisch und wer seinem Kind das Email-Konto verweigert, könnte es auch gleich von der Schule nehmen.

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About dozykraut

Proud member of Hillbilly's on Linux, promoting open source redneckism in remote parts of the Milky Way.
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